Schmerzursachen

Gesichtsneuralgie behandeln

Die Schmerzen einer Gesichtsneuralgie gehören zu den stärksten Schmerzen überhaupt. Der Schmerz „schießt“ blitzartig ein und hält mehrere Sekunden an, bis zu 100 Mal pro Tag. Wer den Schmerz auf einer Skala von 0 – 10 einordnen soll, tendiert zu 12. Schmerzmittel bringen im akuten Fall keine Veränderung.

Was macht man dann?

Schmerzen sind Informationen des Körpers. Wenn sich die Schmerzen mit Medikamenten nicht beeinflussen lassen, macht es Sinn, nach der Ursache der Nervenreizung zu schauen. Ganz besonders bei der Gesichtsneuralgie.

Mögliche Ursachen Wirbelsäule

Aus der Wirbelsäule treten seitlich Nerven aus. Jeder Nerv hat ein Versorgungsgebiet, einen ‚Aufgabenbereich‘. Im Bereich der
Halswirbelsäule versorgen die Nerven die umliegende Muskulatur und den Kopf- und Gesichtsbereich.

Wenn es zu Einschränkungen kommt, werden die Nerven belastet. Außerdem ist die Durchblutung der Muskulatur nicht ausreichend. Beides zusammen kann auf Dauer zu einer Nervenreizung führen. Die gereizten Nerven können mit Schmerzen reagieren.

Gesichtsneuralgie: Formen, Symptome, Ursachen und Behandlung

Was ist Gesichtsneuralgie? Als „Gesichtsneuralgie“ wird das Auftreten spezifischer, intensiver Schmerzen im Gesichtsbereich bezeichnet. Betroffene leiden unter lokal aufflammenden, aggressiven Schmerzattacken im Gesicht (einseitig), oft an der gleichen Stelle. Durch Gesichtsneuralgien ausgelöste Schmerzen können nur wenige Male bis zu über 100-mal am Tag auftreten, spontan – ohne erkennbare Ursache – oder durch einen „Trigger“ (Auslöser) aufgrund bestimmter Bewegungen, wie etwa beim Kauen, Schlucken oder Essen. Das blitzartig auftretende, „stechende“ Schmerzempfinden gehört zu den schlimmsten aller bekannter Schmerzzustände.

Gesichtsneuralgie behandeln von Marion Junck Heilpraktiker Mannheim
Gesichtsneuralgie: Ursachen und Behandlung

Ursachen und Symptome

Woher kommen die starken Gesichtsschmerzen? Was sind die Ursachen einer Gesichtsneuralgie? Die Ursache für die heftigen Schmerzen bei einer Gesichtsneuralgie sind in den meisten Fällen übersensible, geschädigte oder sonstig beeinträchtigte Nervenbahnen, die im Gesichtsbereich verlaufen: Durch Kompression, Druckbelastung, Unfälle oder Begleiterkrankungen kann die „Schutzschicht“ (die sog. „Myelinscheide“) der Nervenbahnen beeinträchtigt oder beschädigt werden – die betroffenen Nerven werden dadurch sensibler und in Folge können die genannten heftigen Schmerzzustände auftreten. Je nachdem welche Nervenbahnen betroffen sind, können die Schmerzen in verschiedenen Regionen des Gesichts auftreten, auch die Häufigkeit ist sehr unterschiedlich. Klassische Symptome sind spontane, kurzzeitige, „elektrisierende“ Schmerzen im Gesichtsbereich (Schläfe, Ohr, Kiefer, Augenbereich, Nasenbereich, Stirnbereich), die nur Sekunden aber auch mehrere Minuten andauern können. Die Schmerzen treten in der Regel einseitig (innerhalb einer Gesichtshälfte), an der gleichen Stelle, in Intervallen und mit einer sehr hohen Intensität auf. Schmerzauslöser (Trigger) können sein: Essen, Kauen, Schlucken, Sprechen, Zähne putzen, Rasieren, Waschen, Berühren, Rauchen, Trinken, Stress, Medikamente, Alkoholkonsum, Lichteinwirkung, Kälteeinwirkung, Luftzug oder Sport.

Die am häufigsten auftretende Gesichtsneuralgie ist die Trigeminusneuralgie, bei der der aus drei „Ästen“ bestehende Trigeminusnerv betroffen und die Ursache für die Gesichtsschmerzen ist. Daneben gibt es noch weitere Nervenschädigungen, die eine Gesichtsneuralgie auslösen können. Die am häufigsten auftretenden Gesichtsneuralgien sind:

Häufige Formen und betroffene Bereiche:

  • Trigeminusneuralgie (Stirn-, Augen-, Nasen-, Kieferbereich)
  • Auriculotemporalisneuralgie (Schläfe, Ohr, Hautrötung, Schwitzen)
  • Nasozillarisneuralgie (Nasenbereich, innere Augenwinkel, lichtempfindlich)
  • Sluder-Neuralgie (Niesreiz, Nasennebenhöhlen)
  • Glossopharyngeusneuralgie (Rachen, Zunge, Rachenmandeln, selten: Ohnmacht)
  • Okzipitalisneuralgie (Hinterkopf, Scheitel, Kopfseite, Stirn, Schläfe)
  • Atypische Gesichtsneuralgie (kontinuierlicher Schmerz, Oberkiefer, Wange, Schläfe, Augen-/Nasembereich)

Für eine genaue Diagnose der Gesichtsneuralgie ist eine Abgrenzung zu anderen möglichen Schmerzursachen sehr wichtig, wie etwa Erkrankungen an Zähnen, Kiefer, Ohren, Augen oder Nasennebenhöhlen, welche Entzündungen und eine ähnlich geartete Schmerzsymptomatik hervorrufen können.

Trigeminusneuralgie Infografik Trigeminusnerv Hirnnerv
Behandlung und Therapie bei Gesichtsneuralgien

Behandlung und Therapie

Je nach Art und Ursache der Gesichtsneuralgie gibt es verschiedene Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten: Medikamentös (Antiepileptika), Operativ (perkutan, mikrovaskulär, radiochirurgisch), mit Mentaltraining, Akupunktur oder Akupressur. Die reine Behandlung der Symptome mit Schmerzmitteln ist aufgrund der neuropathischen Schmerzursache („Nervenschmerzen“) so gut wie unwirksam und kann zudem Leber und Nieren nachhaltig schädigen. In erster Linie gilt es herauszufinden, welche Nervenbahnen beeinträchtigt sind und die Ursachen der Nervenreizung zu eliminieren, die durchaus vielfältig sein können: Belastungen der Wirbelsäule, blockierende Verspannungen im Nackenbereich (Überbelastung Meridiane), mentale Belastungen wie übermäßiger Stress, fehlende Achtsamkeit, oder andere psychosomatische Ursachen. So kann z.B. bei einer Gesichtsneuralgie mit Akupunktur oder mit Akupressur im Nackenbereich auf die Einflusspunkte am Hinterkopf eingewirkt werden, um so den Kopfbereich nachhaltig zu entlasten. Als Heilpraktikerin unterstütze ich Sie, die Ursache der Nervenreizung und der damit verbundenen Schmerzen zu identifizieren und zu entgegenzuwirken – für eine spürbar nachhaltige Schmerzlinderung.

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